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Es
geschehen noch Zeichen und Wunder - soviel ist nach einer
Begegnung mit Rya schon mal klar. Denn wo sonst findet man
Begegnungen mit Zwergen und Kobolden, wo sonst beraten die
Planeten über den Fortbestand der Menschheit und wo sonst sind
all das keine Märchen, sondern in Rya`s "Personal Cosmos"
Erlebtes?
Rya kommt auf ihrem Debut Album "Personal Cosmos" dermaßen
gefestigt und überzeugend daher, als sei sie schon immer da
gewesen. Und ein bisschen was Wahres ist schon dran, denn so
wirklich weiss niemand woher Rya kam. Die Geschichte erzählt,
dass die Plattenfirma eines Tages ein Demo in den Händen hielt,
auf dem ein junges, durchaus etwas verrücktes Mädchen von Liebe,
Parallelwelten und sprechenden Planeten sang.
Rya hatte all diese schönen, kraftvollen Electronic Pop Songs
selbst geschrieben und aufgenommen, und wollte mit einer gewissen
Vehemenz ihre Lieder der Welt zugänglich machen. Klar,
schliesslich schreibt Rya nicht aus Lust und Laune Lieder über
ihre etwas anders geartete Welt, vielmehr war es, wie sie sagt,
"eine tief erschütternde Begebenheit am Strand von
Brighton", die sie dazu brachte, u.a. ein Lied über die
heutige Situation der Zwerge in der Welt zu schreiben. Eine
wirkliche Verpflichtung! Das Ganze hat die Plattenfirma wie auch
den Produzenten Richard Henlon dermaßen beeindruck, dass man die
Dame umgehend ins Studio schickte. Dort entstand dann in absoluter
Abgeschiedenheit und Ruhe das Album "Personal Cosmos",
dass ein bemerkenswert eigenständiges Debut darstellt. Um dem
Ganzen den letzten Schliff zu geben, wurde noch der deutsche
Remixer Dirk Riegner hinzugezogen, der auch schon für Wolfsheim
und HIM seine Mix-Künste unter Beweis stellte.
Rya ist aus dem Irgendwo aufgetaucht und verbindet auf
"Personal Cosmos" sämtliche Electronica wie Trip Hop,
Dance, 80er Synthies und Wave mit einem intensiven, erzählenden
und aussagekräftigen Gesang zu einem mitreißendem, den Hörer
tief berührenden, computeranimierten Gesamtkunstwerk, welches
sich heimlich in die Popwelt des beginnenden 21. Jahrhunderts
eingeschlichen hat. Die Songs sind von zuckersüßer Melancholie,
von hörspielartigem Charakter, von Soundtrack ähnlichem Bombast.
So führt sie uns in "Cave" durch eine Höhle, um zu
schauen was dort im Zentrum geschieht. Das ist so intensiv, dass
man wirklich meint, in dieser besungenen Höhle drin zu stehen.
Oder aber besagtes "Cobolt House": da wuselt und wabert
es, die Bässe schieben sich durch die Boxen, Spinnenweben
scheinen um einen herum, Kobolde überall.
Und dann "Someone Like You", was für eine Ballade.
Wirklich rührend und eindringlich erzählt Rya uns von der
grossen Liebe, und fast möchte man sie in den Arm nehmen und
etwas von der Liebe zurück geben. So oder so ähnlich schien es
auch dem Regisseur David Sylvia ergangen zu sein, der ein
charmantes, undergroundiges Video zu dem Song beisteuerte.
Wenn Rya auch ungern über ihre eigentliche Heimat spricht, ein
Weltbürger ist sie in jedem Fall. Das beweist nicht nur ihr in
musikalischer Hinsicht facettenreiches Debut, nein, Rya ist zudem
ein multilingualer Schmelztigel: sie spricht und textet Englisch -
mit slawischem Akzent, in Deutsch kommuniziert sie annähernd fließend,-
die Kroaten behaupten, Rya spreche serbisch und die Serben sagen,
sie komme aus Rußland - worüber die Künstlerin selbst lacht:
"Es ist so lange her, seit ich das letzte mal St. Petersburg
verließ, daß ich vermutlich große Mühe hätte, den Weg zum
Winterpalast zu erfragen!"
Welchen Trick hat Rya angewandt, um innerhalb so beachtlich kurzer
Zeit derartige Wogen des Interesses um sich herum in Bewegung zu
setzen? Rya ist weder laut noch anstößig, im Gegenteil, sie hat
etwas unverhohlen menschliches und freundliches und schnell wird
klar: hier geht es nicht um einen Menschen, der sein Künstlertum
unter Beweis stellen will, hier geht es um eine Künstlerin, die
mit ganzem Herzen Mensch geblieben ist. Die sich vollkommen selbständig
"empor-komponiert" und trotzdem eine Sicht der Welt
vertritt, aus der tiefstes kindliches Staunen spricht - und das
schafft Verwirrung. Zu verfolgen ist all das nicht nur auf dem
Album sondern auch auf Rya`s exzellenter Homepage www.personalcosmos.com
- beides zusammen ergibt den PERSONAL COSMOS!
Man darf sich auf
zauberhafte Musik und interessante Stories über diese Künstlerin
im Jahr 2003 freuen. RYA lädt alle in ihren "Personal Cosmos"
ein.
Offz.
Homepage: www.personalcosmos.com
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