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Bei
der Singer/Songwriterin Bintia hat man immer das Gefühl das man
sie kennt. Ob man ihre Stimme hört oder ob man sie sieht,
irgendwie ist sie einem vertraut. Woran das liegt, lässt sich
leicht erklären, wenn man ihren musikalischen Werdegang Revue
passieren lässt.
Aufgewachsen
in Berlin und später in der Karibik, war es erst mal nicht die
Musik die sie in den Vordergrund stellte sondern ihr absoluter
Favorit hieß Sport. Doch bekanntlich kommt immer alles anders als
man denkt, so auch in Bintia’s Geschichte. Nach bestandenem
Schulabschluss zog es sie zurück nach Berlin und dort wird ihr
klar, das sie eine Entscheidung wie ihre Zukunft eigentlich
aussehen soll, treffen muss. Sie entscheidet sich gegen den Sport
und für die Musik, woran ihr Umfeld, welches sie in ihrer
musikalischen Arbeit bestärkt, wohl nicht ganz unschuldig ist.
2001
ist es dann soweit, sie veröffentlicht bei Def Jam Germany ihr
erstes eigenes Album „B.I.N.T.I.A.“, welches einen
musikalischen Klangteppich aus HipHop-Beats und Samples liefert,
der mit ihrem eher soften Gesang und deutschen Texten die Szene
aufhören lässt. Insbesondere die verschiedenen Features mit
ihren Freunden wie Da Fource, K.C. Da Rookee, Bactas oder
Spezializtz, machten sie auch für andere Musiker und
Kollaborationen äußerst interessant. Sie spielte auf sämtlichen
großen und kleinen HipHop Festivals und wurde von den ‚Kollegen’
aufgenommen, als ob sie schon immer dazu gehörte. Über diese
erste Veröffentlichung sagt sie heute: „Ich liebe das Album
heute genauso wie damals. Man gab mir alle Freiheiten und es wurde
auch ohne irgendwelche Veränderungen raus gebracht“. In den
darauffolgenden Jahren brachte sie sich mit verschiedenen
Projekten und Features immer wieder in das Bewusstsein vieler
Fans.
Doch
erst ein Zufall sorgte dafür, das sie zurück ins Studio ging um
an ihrem nächsten Album zu arbeiten. „Julien, ein Freund von
mir und meinem Mann Harris, kam mit zwei Bekannten zu Besuch.
Harris
spielte ihnen ein Band von mir vor und kurz darauf folgte
eine Einladung ins Mannheimer Studio“. Diese Bekannten waren
Söhne Mannheims, DJ Billy Davis und Xavier Naidoo, die recht
schnell erkannten, das Bintia nicht nur eine extrem gute
Songwriterin ist sondern auch eine wunderbar variantenvolle Stimme
hat.
Schon
nach ihrem ersten Besuch in Mannheim war ihr klar, das sich ihr
hier eine Möglichkeit bot, nicht nur einfach gemeinsam Musik zu
machen, sondern das sie auch eine Menge lernen konnte. So bekam
sie zum ersten Mal Tipps und Verbesserungsvorschläge die ihr
zeigten, welches stimmliche Potential sie bisher gar nicht genutzt
hatte. Auch die Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten Billy Davis
war extrem entspannt und im Laufe der Aufnahmen probierten die
beiden immer wieder unterschiedliche Soundstile aus, so das man
diesem Album sowohl eine stimmliche wie auch musikalische
Weiterentwicklung sofort anhört. „Entwicklung bedeutet Wachstum
und Veränderung, somit war klar, das der Stil nicht gleich
bleiben würde“. Doch wenn Bintia etwas macht dann richtig und
so ist auch eine Veränderung innerhalb ihrer Texte zu erkennen
„Textlich steckt mehr Wärme und Liebe in den Aussagen dieses
Albums. Ich bin bewusst von der Anklägerbank gerutscht, da ich
denke, das Liebe jeden Menschen berührt und sich jeder damit
identifizieren kann“.
Mit
„B-Ständig“ welches im Sommer 2004 erscheint, zeigt
Bintia nun eine Bandbreite ihres Könnens, welches von Balladen
wie „Es tut noch immer weh“ oder „Freudentränen“, über
verspielt ironische Songs bei „Discogirl“ oder „Dein Ohr“
bis hin zum blueslastigen „Wenn es so bleibt“ reicht. Doch
auch ihre HipHop-Ambitionen werden ihr u.a. mit dem
Beathoaven-Beat bei „Berlin City Girls“ voll und ganz gerecht.
Die
zweite Singleauskopplung nach „Wenn der Himmel“ heißt „Tage
und Stunden“ (VÖ...) und ist einer der Songs, der als erstes in
Mannheim entstand. „Die Musik bestand am Anfang nur aus
Klaviertönen und Xavier kam zufällig dazu und hörte die Musik.
In einer Stunde hatten wir einen Text geschrieben und hatten den
Song im Studio gemeinsam aufgenommen“. Schon wie damals bei dem
Song „Weit weg“, den sie gemeinsam mit Deichkind aufnahm, geht
es hierbei um das Getrenntsein voneinander und die Liebe
zueinander, mit denen man als Musiker immer wieder zu kämpfen
hat. Das der Song in gewisser Hinsicht auch etwas authentisches
hat, erklärt sich wohl dadurch, das Bintia’s Mann Harris, genau
wie sie, ebenfalls Musiker ist.
Offz.
Homepage: www.bintia.de |