BOYSETSFIRE
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BOYSETSFIRE eine
hart arbeitende Band zu nennen, wäre definitiv eine Untertreibung. Das
Quintett aus dem US-Bundesstaat Delaware hat sich seit zwei Jahren kaum
mehr als eine Woche Urlaub gegönnt. Ständig war die Band auf Tour;
spielte u.a. bei den „Warped“- und „Deconstruction“-Festivals. Und
wenn die fünf nicht unterwegs war, arbeiteten sie mit Hochdruck am
Nachfolger zum Erfolgs-Albums „After The Eulogy“, das als eines der
kreativsten Post-Hardcore-Alben der vergangenen Jahre gilt.
Mit „Tomorrow Come
Today“ fügen BOYSETSFIRE ihrer höchst erfolgreichen Bandgeschichte
jetzt ein weiteres, äußerst viel versprechendes Kapitel hinzu.
Produziert von Dave Fortman ist es ihr bisher reifstes Album, was nicht
bedeutet, dass die Band ihre Punk-Wurzeln aus den Augen verloren hat. Auch
die Songtexte sind nach wie vor mit derselben, elektrisierenden
Dringlichkeit aufgeladen wie die des Vorgänger-Albums. “Natürlich ist es eine
in vielen Punkten andere Platte geworden als ‚After The Eulogy‘,”
sagt Gitarrist Josh Latshaw. “Für die haben wir damals gerade mal einen
Monat gebraucht, das neue Album hat uns dagegen drei Monate lang
beschäftigt. Wir haben ständig daran gearbeitet, haben uns den Kopf
zerbrochen, um den richtigen Gitarrensound zu finden, haben Songs
geschrieben und wieder verworfen. Unser Produzent wollte sicher stellen,
dass wirklich nur die allerbesten Stücke auf die Platte kommen. Dass wir
eine ziemlich seltsame Band mit einem eigenwilligen Ansatz sind, war ihm
dabei von Anfang an klar - damit hatte er keine Probleme. Wir hätten auch
niemanden gebrauchen können, der ankommt und sagt: ´Das ist zu sehr
Metal, dies ist zu poppig ´.Wir wollten einfach von allem etwas haben.
Von dem Album haben wir mindestens drei Demos aufgenommen, und jedes Mal
wenn es ein Song nicht gebracht hat, haben wir kurzerhand beschlossen:
´Das Stück ist scheiße, weg damit!´ “Wir haben versucht,
ein in sich schlüssiges Album zu machen, nicht nur eine Sammlung von
Songs,” erklärt Latshaw. “Wir haben überlegt, wie wir die
Übergänge gestalten können. Daher kommen die Interludes zwischen den
Songs - wir machen das auch auf der Bühne, mit Hilfe eines Samplers. Und
da dachten wir, das wäre doch auch für das Album interessant. Außerdem
langweilen uns die blöden Pausen zwischen den Stücken.”
Nach wie vor schreibt die Band Texte, die brisante gesellschaftliche Themen aufgreifen und hinterfragen. Sänger Nathan Gray hat nicht nur eine der bemerkenswertesten Stimmen in der Post-Hardcore-Szene, er ist auch ein engagierter Songwriter, der selten ein Blatt vor den Mund nimmt. “Ich wollte wirklich, dass das hier unser politischstes Album wird,” betont er. “Wenn diese Platte tatsächlich unser Mainstream-Durchbruch wird, dann sollten wir den Leuten da draußen auch ganz unmissverständlich zeigen, wer wir sind und was unsere Mission ist. Mit Verschwörungstheorien haben wir nichts am Hut, wir versuchen nur, aus all den seltsamen Ereignissen schlau zu werden, die hier in der Welt so vor sich gehen. Die Leute denken vermutlich sowieso nur, dass wir ein Haufen Spaßkappen sind. Vielleicht bleibt ja trotzdem was hängen.” Seit dem Erscheinen ihrer ersten, aus eigener Tasche finanzierten Single, waren BOYSETSFIRE mit jeder weiteren Aufnahme bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Und tatsächlich markierte jede darauf folgende Veröffentlichung einen entscheidenden Schritt nach vorne: „Consider“ (1996), „The Day The Sun Went Out“ (1997) und „In Chrysalis“ (1998)genauso wie „After The Eulogy“ (2000).Und obwohl „Tomorrow Come Today“ das Ergebnis intensiver Studioarbeit ist, kommt unüberhörbar der ungestüme Live-Sound durch, den sich Gray, Latshaw, Gitarrist Chad Istvan, Drummer Matt Krupanski und Bassist Rob Avery während ihrer Zeit auf Tour angeeignet haben. Wir gewohnt,verschmelzen auch diesmal wilde Punk-Ausbrüche, großartige Harmonien und tadellose Arrangements zu einem perfekten Endergebnis. “Unsere Vielseitigkeit haben viele Leute anfangs nicht so wirklich begriffen - sie mochten immer entweder nur die eine oder die andere Seite,” berichtet Latshaw. “Ich fürchte, als Band sind wir einfach total kompliziert, unausgeglichen und manisch-depressiv.”
Offz. Homepage: http://www.hardplace.de/boysetsfire
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VÖ: 31.03.03 Sony Music / Epic
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