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Foto: Promo |
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In
einer Industrie, die Bands sehr gern in Schubladen steckt und dann die
Kommode zuknallt, haben Apocalyptica ihr breit gefächertes
Repertoire immer wieder erfolgreich verteidigt; nicht nur als
internationale Marktführer, sondern auch als eine Band, die sich ihren
eigenen Markt geschaffen hat – und die immer wieder beweist, dass
Rockmusik nichts mit den Instrumenten zu tun hat, auf denen man sie
spielt, sondern mit der attitude,
die man hat. Oder mit der man vielleicht geboren ist… Seit
der Veröffentlichung ihres Erstlings (‘Plays Metallica By Four
Cellos’, 1996), haben Apocalyptica – allesamt Absolventen der
angesehenen Sibelius Akademie in Finnland – einen Stil entwickelt, der
nicht einfach zu beschreiben ist … ‘Heavy
Cello Chaos’? ‘Rock’n’Holz’?! Die Auswahl der Namensschilder
ist groß, aber am Ende bleibt die Tatsache, dass es noch keine Gruppe
bestehend aus klassisch ausgebildeten Cellisten (und Metal-Fans)
versucht hat, die scheinbar unvereinbaren Welten von Klassik und
Hardrock zu fusionieren… von Prokofjew & Pantera…
Schostakowitsch & Slayer… den kürzesten Weg zwischen
Orchestergraben und Moshpit zu finden, Jackett und Jeansjacke, ohne
dabei den Respekt für die jeweiligen Seiten aufs Spiel zu setzen. Aber
Rock’n’Roll ist immer am besten, wenn er Regeln bricht. Der Erfolg
des ersten Albums (weltweit ca. 800.000 verkaufte Alben) zeigte, dass
die anfänglich als Spielerei gedachte Musik bald sowohl bei
Klassik-Liebhabern als auch Heavy Metal Fans einschlug. Eicca Toppinen
& Co bestückten ihre altehrwürdigen Instrumente mit Tonabnehmern
und Pre-Amps und mit extrastrapazierfähigen Saiten und einer gehörigen
Portion Muskelschmalz machten sie genügend Eindruck, um zwei ihrer
‘Plays Metallica…’ Tracks im US Kinofilm ‘Your Friends and
Neighbours’ (1998) unterzubringen und auf zahlreichen Konzerten &
Festivals in Europa zu spielen. Drei weitere Studio-Alben und ein paar Besetzungswechsel später stehen (vielmehr sitzen) Apocalyptica mehr denn je im Mittelpunkt des selbsterfundenen Genres. Ein Trio – inzwischen durch Drummer Mikko Siren verstärkt – das weltweit ca. zwei Millionen Alben verkauft und in über 20 Ländern (inklusive Mexiko, Russland und Japan) gespielt hat; das mit der deutschen Punk-Patin Nina Hagen zusammen gearbeitet und diverse Preise abgeräumt hat; das Tracks für andere Künstler (Bush – ‘Letting The Cables Sleep’) geremixt hat; das zwischendurch zweimal mit Metallica aufgetreten ist und es dennoch geschafft hat, ein neues Album aufzunehmen, das im Februar 2005 bei Universal Music Germany erscheint…
Apocalyptica
- Offizielle internationale Homepage: www.apocalyptica.com |
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Single: APOCALYPTICA feat. VILLE VALO und LAURI YLÖNEN - BITTERSWEET VÖ: 29.11.04 Ein „Screensaver“ der regelmässig mit neuen exklusiven Inhalten upgedatet werden kann! Download hier. Videostreams – Bittersweet: Low / High
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DAS
ALBUM ‘Apocalyptica’, selbstproduziert und mit 11 neuen Tracks, allesamt
Eigenkompositionen, bringt die Cello Rocker aus Helsinki nach zehn
Jahren harter Arbeit auf ein ganz neues Erfolgsniveau. Auf früheren
Aufnahmen waren die Tracks entweder reine Instrumentalstücke, oder der
Gesang wurde erst später hinzugefügt – Sandra Nasic (Guano Apes),
Linda Sundblad (Lambretta) und die bereits erwähnte Nina H. standen
alle irgendwann am Mikrofon. Beim neuen Material war Eicca aber der
Meinung, dass der Gesang – zumindest teilweise – schon beim Komponieren eine zentrale Rolle spielen sollte.
Das fünfte Album sollte so vollkommen
wie möglich sein. Ein neues Kapitel in der Encyclopaedia Apocalyptica.
Auf der ersten Single ‘Bittersweet’ (mit dem Video des finnische
Star-Regisseurs Antti Jokinen) liefern sich die zwei Superstars Ville
Valo von H.I.M & Lauri Ylönen von The Rasmus ein furioses Duell, während
die Musiker wie Fledermäuse von der Decke hängen oder wahlweise im
finnischen Sumpf musizieren! Abgesehen
von der engen geographischen Verbindung kommen alle Musiker aus
derselben Szene und sind ohnehin seit langem miteinander bekannt oder
gut befreundet. Ville hatte schon Mitte der Neunziger live mit
Apocalyptica gesungen, und Lauri wäre einmal fast mit ihnen ins Studio
gegangen, musste dann aber einen Rückzieher machen. Diesmal nahm er
jedoch die Herausforderung an, und als Ville hörte, dass sein
“gefiederter Freund“ mit dabei sein würde, war das ‘Bittersweet’-
Duett geboren – ein emotional aufgeladenes Stück, das auch als
Titellied für das brandneue Videospiel ‘Die Siedler – Das Erbe der
Könige’ zu hören ist. “Als
ich die Vocals zum ersten Mal hörte, wusste ich, dass es mit dem
richtigen Mix großartig werden würde”, erinnert sich Eicca. “Alle
Elemente, die wir brauchten, waren da, und es war erstaunlich, wie gut
die beiden Stimmen zusammenpassten. Ich glaube, dass es deswegen nur
wenige Duette zwischen Sängern gibt, weil sie sich oft zu ähnlich
sind, aber mit Ville & Lauri gab es das Problem nicht – ihre
Stimmen ergänzten sich perfekt. Von da
an lief es mit den Cellos von ganz allein…” ‘Apocalyptica’
stehen in vielerlei Hinsicht am Ende einer logischen Entwicklung. Auf
‘…Four Cellos’ steckte die Band ihre ganze Energie in die
Neubearbeitung von Metallica-Klassikern wie ’Enter Sandman’ &
‘Sad But True’, da sie durch diese wohlbekannten Stücke die
Aufmerksamkeit des finnischen Indie-Labels Zen Garden Records erregt
hatten. Das Nachfolgewerk ‘Inquisition Symphony’ (1998) hatte ein
breiteres Spektrum und coverte Songs von Sepultura, Faith No More &
Pantera – gewürzt mit drei Eicca-Kompositionen, mit denen er zum
ersten Mal seine eigene Musik aufs Band brachte… Demzufolge
war es auf der nächsten Veröffentlichung ‘Cult’ (2000) natürlich
zu erwarten, dass die Band sich immer mehr auf ihre eigenen
musikalischen Quellen beziehen würde. Von den 13 Albumtracks, alle von
Hiili Hiilesmaa produziert, waren es nur noch drei, die nicht aus Eicca Toppinens Feder kamen: ‘Fight Fire with Fire &
‘Until It Sleeps’ von Metallica und ‘In The Hall Of The Mountain
King’, ein Werk des norwegischen Komponisten Edward Grieg – das
erste wirklich klassische Stück, das den ‘Apocalyptica’- Stempel
trug… Es wurde klar, dass die Jungs nur noch an ihren eigenen Stücken
gemessen werden wollten, und mit ‘Reflections’ (2003) gingen sie
sogar noch einen Schritt weiter. Sie produzierten das Album nicht nur
selbst, sondern schrieben auch alle Songs – mit der Ausnahme von
Rammsteins ‘Seemann’ als Coverversion. Nur
das Schlagzeug spielten sie nicht selbst. Dafür bestellten sie lieber
ein paar Perkussions-Experten, unter anderen den legendären Dave
Lombardo, der normalerweise die Felle bei Slayer drischt! Dass er dabei
einen exzellenten Job ablieferte, lässt sich daran erkennen, dass er
auch beim neuen Album ‘Apocalyptica’ wieder mit dabei ist. Er
schwingt die Stöcke diesmal nur auf einem Stück (‘Betrayal/Forgiveness’),
liefert aber dafür wieder eine Meisterleistung. DAS
HERZSTÜCK eines jeden Apocalyptica Albums ist der reine Klang des
Cellos. Hier hat es die Band geschafft, einen höchst authentischen und
farbigen Studio-Sound zu erreichen; es half natürlich, dass das Studio
(Susi) von Eicca selbst zu eben diesem Zweck gebaut worden war – eine
kluge und vernünftige Entscheidung, um die bereits erwähnte Kontrolle
zu erlangen… Logistische
Umstände führten aber dazu, dass nicht alle Aufnahmen ‘Chez Toppinen’
gemacht werden konnten. Andere Studios kamen hinzu, so zum Beispiel
Finnvox in Finland, Planet Roc in Deutschland und natürlich Toytown in
Stockholm, wo die 11 Tracks vom heißbegehrten Toningenieur Stefan
Glaumann, der gerade seine Arbeit an Rammsteins monumentaler ‘Reise,
Reise’ beendet hatte, abgemischt wurden. Man munkelt, dass er den
Jungs für die technische Qualität ihrer Aufnahmen heftig auf die
Schulter geklopft habe, und es steht außer Frage, dass der
Produktionsstandard durchgehend beeindruckend ist – vom krachenden Eröffnungsstück
‘Life Burns!’ (mit Lauri als Solo-Vokalist) bis zu den eher
trauervollen Klängen von ‘Deathzone’, das der musikalischen Reise
ein Ende von passender Schwere verleiht… Eicca:”Klar,
es ist natürlich cool, sehr schnelle Heavy Metal Riffs zu spielen, aber
auf diesem Album wollten wir wirklich die Qualität des Cellos
hervorheben, die besten Töne und Strukturen erschaffen, und das hieß,
etwas anders als bisher an die Sache ranzugehen. Auf ‘Reflections’
gab es drei langsamere Songs, und der Rest war ziemlich schnell. Auf dem
neuen Album ist die Stimmung eher atmosphärisch… und
groove-orientierter. Ich würde auch sagen, der emotionale Sog ist stärker
…” ‘Apocalyptica’
ist keine Sammlung von lose zusammenhängenden Tracks, sondern eher eine
Reise, die voller Tatendrang
beginnt und am Ende in einer bedachten, gedankenvollen und beschwörenden
Stimmung endet. Instrumentale Ausflüge wie das stampfende
‘Distraction’ (Eicca) und das ernsthaft aufwühlende ‘Farewell’
(Perttu) fassen einen am Kragen und lassen nicht mehr los. Erwähnenswert
ist auch ‘Quutamo’ (Eicca), bei dem nur auf der französischen
Version des Albums der Gesang der Chanteuse
Manue (Dolly) zu hören ist, und natürlich auch ‘Bittersweet’
selbst – in Deutschland schon auf dem Weg zu einem echten
Charterfolg. ‘APOCALYPTICA’ ist zwar immer noch hauptsächlich ein Instrumentalwerk, hat aber genügend Gesang, um das Drama nach Belieben aufzudrehen. Das Album ist eine enorme Leistung für alle, die daran beteiligt waren; nicht nur ein Verschmelzen verschiedener Genres, sondern die Kreation eines stilistischen Heavy-Hybriden, mit dem die Jungs Ende Januar 05 auf Tournee gehen – von Großbritannien, den Cello-Bogen hoch erhoben, über Osteuropa und Westeuropa nach Nord- und Lateinamerika. |
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Album: APOCALYPTICA VÖ: 24.01.04
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© 2000-2005 by P.Preuss / Backstage7
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