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Foto: © Petra Preuss |
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Cultus
Ferox – frei übersetzt „Wilde Lebensart“ zelebrieren im wahrsten
Sinne des Wortes ihren Stil wild und Zügellos. Beschreiben kann man ihn
am besten als „Harte Rhythmusorientierte Dudelsackmusik“, das ist die
Klangwucht dreier Dudelsackspieler, erfahrenen Meister ihrer Instrumente,
auf einem gut tanzbaren knalligen Trommelteppich. QUELLE: RABAZCO
Offz. Homepage: www.cultusferox.com |
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Foto: © Petra Preuss |
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BACKSTAGE7 durfte CULTUS FEROX im Studio besuchen. Bei einem Interview (siehe weiter unten) und bei Aufnahmen Fotos machen. CULTUS FEROX, nette Leute bei denen man sich schon freut sie bald auf der Bühne live erleben zu können. p.p. |
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Das Interview: Das Mittelalter lebt: Cultus Ferox Auch wenn jetzt einige vielleicht sagen, daß es doch wirklich schon genug derartige Gruppen gibt - am 20.10. kommt das Debut der neuen Mittelalterformation Cultus Ferox in die Regale der Plattendealer. 6 Jungs von bekannten Gruppen wie Corvus Corax/Tanzwut, Fabula Aetatis und Wolgemut haben sich zusammengeschlossen, um den Fans zu zeigen, daß man nur mit akustischen Instrumenten wie Dudelsack, Hörnern und allen Arten von Trommeln mächtig abrocken kann. Die Verdächtigen hören auf Namen wie Brandan, Donar, Strahli, Briantanus, Asmon und Steffano und ich habe die Jungs Ende September einfach mal im Studio belästigt. Zur Entstehungsgeschichte von Cultus Ferox Mühli: Die Mitglieder von Cultus Ferox kommen zum Teil aus bekannten und etablierten Mittelalterbands. Was hat die Betreffenden veranlaßt diese Formationen zu verlassen und Cultus Ferox zu gründen? Steffano: Wir haben einfach gesagt „Wir spielen hier jetzt nicht mehr mit! Wir wollen eine neue Mannschaft“. Nee - ernsthaft jetzt. Da hat jeder andere Gründe. Aber trotzdem sind sich die Gründe ziemlich ähnlich. Wenn man nach langen Jahren mit einer Gruppe anfängt auf der Stelle zu treten, kommt irgendwann der Punkt, wo man sagt „Jetzt muß was neues her.“ Wir wollten alle etwas neues probieren und da hat sich das dann so ergeben. Es war in allen Fällen mit sehr wenig Ärger und Trouble verbunden. Mühli: Und wie seid ihr in der jetzigen Besetzung aufeinandergeprallt? Gibt’s neuerdings auf den Mittelaltermärkten Pferche für heimatlose Musiker? Steffano: Arbeitsamt! *lacht* Briantanus, Asmon und ich haben letztes Jahr schon in einem anderen Projekt zusammen gespielt. Und Brandan und ich haben uns letztes Jahr auf irgendeiner Party getroffen. Da hatte er sich gerade entschieden bei Corvus Corax aufzuhören und hatte sich gerade wieder mit Donar getroffen. Die haben sich dann entschieden mal was anderes zu machen und wieder neu durchzustarten. Nach dem Treffen auf der Party zwischen Brandan und mir, hat er mich gleich am nächsten Tag angerufen. Ich hab dann noch Briantanus und Benny (Asmon) rangezerrt und Brandan hatte noch den Strahli von Corvus Corax im Schlepptau. Und jetzt sind wir aus 3 Bands zusammengeschustert. Das Debutalbum „Wiederkehr“ ist eine entspannte Sache Mühli: Laß uns doch gleich mal geschmeidig zum neuen Album „Wiederkehr“ schwenken. Am 20.10. ist Stichtag. Seid ihr schon leicht hibbelig? Steffano: Nö. Wir verkaufen das Album ja schon seit geraumer Zeit auf Märkten. Am 20. kommt es ja „nur“ in die Läden, damit man es auch überall kaufen kann. Wir kennen schon die tollen Reaktionen aufs Album und sind deswegen recht entspannt. Mühli: Ich glaube, ihr wart bei der Produktion auch recht fix? Steffano: Wir haben letztes Jahr Dezember mit der Vorproduktion angefangen und Ende März ist es dann gemastert worden. Es hat dann doch 3 Monate gedauert. Brandan hat ein kleines Studio, das mit dem Nötigsten ausgestattet ist und da haben wir die Vorproduktion gemacht. Da konnten wir schön die Ideen einfangen. So mußten wir nicht auch noch für die Vorproduktion tierisch Kohle zahlen. Mühli: Arbeitet ihr auch wie viele Kollegen mit überlieferten Melodien aus dem Mittelalter, oder schreibt ihr selbst? Steffano: Die Melodien sind original, weil sie original von uns geschrieben wurden. Wir haben auf „Wiederkehr“ 3 historische Titel, nämlich „Andro“; „Goddesses“ und „Abgesang“. Das sind überlieferte Stücke und der Rest sind alles Eigenkompositionen. Wir bezeichnen diese ganze Mittelalterszene gerne als Inzestszene, denn seit Jahren wird immer das gleiche von den gleichen Leuten hoch- und runtergeleiert. Wir wollten einfach jetzt nicht noch mal dasselbe aufbrühen, sondern haben einfach mal ein paar neue Tänze in die Runde geschmissen. Meist schreiben wir das Zeug in der Gruppe und manchmal ist es auch Duoarbeit. Zum Beispiel stammt „Nordlicht“ von Brandan und Briantanus. Oder „Wolfsballade“: Da habe ich den Urtext geschrieben und dann hat ihn Brandan in die Finger bekommen. Ich habe hinterher nur noch so ein oder zwei Zeilen wiedererkannt! *schmoll* Mittelaltermärkte sind kein Platz für Sänger und schwedisch wird’s auch noch Mühli: Ist es Zufall, daß die meisten Stücke rein instrumental sind? Steffano: Das ist Absicht. Unsere Texte sind ja nun mal selbstgeschrieben, denn wir wollen die ganzen lateinischen und historischen Texte nicht einfach nur runtersingen, weil ja die meisten Künstler schon gar keine Ahnung haben, was sie da eigentlich singen. So ein Text hat ja immer eine Botschaft und die, von denen wir überzeugt waren, die sind auch auf dem Album. Wenn wir auf den Märkten spielen, singen wir ja auch nicht, denn wenn du unplugged vor 500 Leuten spielst, machst du dir einfach mal die Stimme kaputt. Der Hauptteil unserer Musik sind die Sackpfeifen. Mühli: Und wer ist die geheimnisvolle Dame, die bei „Mutter Erde“ in dieser noch geheimnisvolleren, nordisch klingen Sprache singt? Steffano: Das ist Schwedisch und ein Gedicht über Freya. Die Dame ist praktischerweise Schwedin, heißt Linea und hat das Gedicht auch selbst geschrieben. Als sie es abgeliefert hat, haben wir sie es auch gleich ins Mikro sprechen lassen. Mit dem Steinkult kann man prima Mutti erschrecken Mühli: Was zur Hölle hat denn dieser hidden Track oder Gimmick nach dem letzten Lied zu bedeuten? Da sagt plötzlich eine sehr evil Stimme „Unsere Kirche ist ein Stein“. Steffano: Briantanus! Komm mal sofort her! Erklär mal bitte, was „Unsere Kirche ist ein Stein“ heißt. Briantanus: Das kommt aus der heidnischen Zeit. Stichwort „Steinkult“. Mühli: Super. Jetzt bin ich auch nicht viel schlauer. Kannst du das auch noch mal richtig erklären? Briantanus: Die Scheibe ist ja im Ganzen heidnisch angelegt oder angedacht. Der Steinkult hat für uns eine ganz besondere Bedeutung - wie Kirche oder Religion. Steffano: Bei den heidnischen Glaubensrichtungen steht halt ab und zu ein Stein mitten in der Landschaft. Das kann zum Beispiel ein Runenstein sein, es ist aber kein Gebäude. Wir brauchen also kein Gebäude, um dem zu huldigen, an was wir glauben. Das können wir überall machen. Noch ein Grund für dieses Gimmick: Wenn Mutti die CD eingelegt, grade mit Oma Kaffee getrunken hat und jetzt in der Küche steht und abwäscht und dann aus dem Wohnzimmer plötzlich nach einer Viertelstunde Ruhe diese Stimme kommt, fallen sofort die Kaffeetassen runter! *gehässiggrins* Die Faszination des Mittelalters Mühli: Könnt ihr mir altem Neuköllner Kellerkind mal diese Faszination am Mittelalter erklären? Das war ja in den neuen Bundesländern immer eine Riesensache, während es in den alten bestenfalls eine winzige Randerscheinung war. Steffano: Ich bin vor 10 Jahren mal völlig unbedarft als Ersatzmann bei Spilwut Spectaculum aufgetreten. Ich bin da also total ahnungslos in einem Narrenkostüm aufgeschlagen, habe die Musik gehört und was sofort total fasziniert. Das hat mich auch nie wieder losgelassen. Diese Dudelsackmusik ist so wunderbar ehrlich, bodenständig und naturbehaftet. Es berührt mich einfach. Briantanus: Das hat auch viel mit Freiheitsgefühl zu tun, von dem es ja damals in der DDR nicht allzuviel gab. Das ist für uns einfach eine Art Fantasy und man muß sich nirgends festlegen. Was bei uns im Kopf entsteht wird gemacht. Das ist ein bißchen Flucht in eine Phantasiewelt - die Freiheit findet im Kopf statt. Steffano: Das ist ein Nachleben dieses Spielmannsgefühls - sich einfach rumzutreiben und von Stadt zu Stadt zu gehen. Dieses Gefühl von Freiheit ist authentischer, als jetzt akribische Historienforschung zu betreiben und deswegen machen wir, was wir wollen und halten uns nicht an irgendwelche Vorlagen. Wir ziehen aus ihnen nur unsere Inspiration. Text by www.berlin4fun.com |
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VÖ: 20.10.03 RABAZCO / Sony
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CULTUS FEROX - Konzert am 7.12.03 in der Berliner Kulturbrauerei. |
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Ein Konzert überwiegend von Familie und Freunden besucht, aber es hat doch überrascht. Die Live-Präsents der Band ist beeindruckend. Egal ob man sonst Fan dieser Musik ist, das Konzert war packend und zeigte wieder einmal mehr das man Bands einfach live erlebt haben muß um sich eine Meinung zu bilden. CULTUS FEROX beeindruckte was professionelle Auftritte betrifft. Man sah zu jeder Minute das sie sich sehr gut vorbereitetet hatten. Gute Lichttechnik und perfekter Auftritt. Zu keiner Minute langweilig. CULTUS FEROX können daher durchaus als Geheimtipp genannt werden. Es hat viel Freude gemacht diese Band zu erleben. p.p. |
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CULTUS FEROX mit UMBRA ET IMAGO auf Tour... |
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CULTUS
FEROX zeigten wieder einmal einen super Auftritt im gut gefüllten
Columbia Fritz. Natürlich waren viele Zuschauer wegen UMBRA ET IMAGO
gekommen, trotzdem konnten sie überzeugen und dürften nun ein paar
Fans mehr haben. Bei der Zugabe von p.p. |
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VÖ: 29.03.04
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© 2000-2004 by P.Preuss / Backstage7
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