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„Ich hätte nie gedacht,
dass eine deutsche Band einen derart geilen Sound macht!“ – Wenn
Musiker schon im Demostadium beinahe im Stundentakt mit derartigen
Gästebuch-Einträgen überhäuft werden, dann sind sie wohl anders als
die anderen. Und wenn sie von ganz großen Namen wie DISTURBED, KITTIE, A
oder STONE SOUR eingeladen werden, um im Vorprogramm dieser Topseller
abzurocken, dann ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass hier etwas ganz
Besonderes heranwächst. Und wenn schlussendlich die Herren Rockstars der
genannten Hauptacts neugierig am Bühnenrand stehen und Gefallen am
munteren Treiben ihrer Vorband finden, anstatt sich im Backstageraum bei
Rotwein und Schnittchen zu langweilen, zeigt dies, dass TAPE bereits jetzt
von erfolgreichen Kollegen geachtet werden.
Fakt ist: Man erlebt es selten genug, dass eine Band noch vor einer offiziellen Albumveröffentlichung von Fans und Medien abgefeiert wird, dass ausverkaufte Hallen komplett austicken (und nicht nur höflich klatschen), obwohl das Publikum die Songs des Einheizers noch nie zuvor gehört hat. TAPE – das wird an dieser Stelle schon klar – kommen nicht vom Reißbrett eines Marketingexperten. Die fünf Musiker stürmten aus ihrem Proberaum direkt auf die Bühnen des Landes und spielten sich rund zwei Jahre lang ununterbrochen ihre Allerwertesten ab. Zuletzt – und das mit riesigem Erfolg – auf den beiden Mammut-Festivals Rock am Ring / Rock im Park. Die Herkunft und
Geschichten der Fünf könnten unterschiedlicher nicht sein. In den
Pässen von Sängerin Dacia und ihren Mitstreitern Ike, Gunnar, Hanz und
Ole stehen die USA, Chile und Deutschland als Geburtsländer. Getroffen
haben sie sich in Hamburg. Der gemeinsame Nenner: Rock’n’Roll. Und
zwar gleichermaßen brechend hart wie auch zart und melodiös, groovy,
klischeefrei, unkonventionell. Die Maxime des Quintetts ist einfach, auch
wenn an diesem Vorhaben tagtäglich andere Bands scheitern: Lasst uns
packende Ohrwürmer komponieren, die man sich auch nach Jahren immer
wieder gerne anhört. Zu hervorragenden Musikern gehört neben dem unbändigen Wille nach totaler künstlerischer Freiheit auch der entsprechende Dickkopf, der keinen Schaden nimmt, wenn er durch Wände rennen will: Das Plattenlabel eastwest sicherte der Band ihr Recht auf Dickköpfigkeit zu – und so stand einer Zusammenarbeit nichts im Wege. „Wir haben bei eastwest Menschen getroffen, die uns von Anfang an jede musikalische Freiheit ließen und verstanden haben, worum es uns geht“, erklärt die Band im Sommer 2003, wenige Wochen vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums „# 1“. Das Debüt entstand im Frühjahr 2003, und bereits der Produktionsprozess macht einmal mehr die Grenzenlosigkeit und das internationale Konzept des Quintetts deutlich. „# 1“ wurde in Schweden von Daniel Presley in Zusammenarbeit mit der Band produziert und in Belgien von Ronald Prent gemischt. „Euch ist doch hoffentlich klar, dass es niemanden auf der Welt gibt, der das macht, was Ihr hier abliefert?“, wurden TAPE von den Sound-Experten mehrmals gefragt. Kann es ein besseres Kompliment für einen Künstler geben. TEXT: eastwest Offz. Homepage: www.tapemusic.de |
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VÖ: 1.06.04
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