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Foto: Promo |
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„Wir
wurden populär ohne die Zustimmung der ‚coolen Leute‘ - und das wurde
uns nie verziehen“, Fran Healy, Juli 2003. Um
ein Haar hätten Travis kein viertes Album gemacht. Im vergangenen Sommer
war Neil Primrose kopfüber in den Swimming Pool eines französischen
Hotels gesprungen, mit dem Schädel auf dem Grund des Beckens
aufgeschlagen und hatte sich drei Halswirbel gebrochen. Sein Arzt war sich
ziemlich sicher, dass er nie wieder würde laufen können. Fran Healy,
Andy Dunlop und Dougie Payne waren am Boden zerstört: Alles sah danach
aus, als sollte ihr bester Freund für den Rest seines Lebens an den
Rollstuhl gefesselt sein. Drei
Wochen nach dem Unfall aber saß Neil bereits wieder zehn bis fünfzehn
Minuten täglich an seinem Schlagzeug. Der Schmerz war unmenschlich, kaum
auszuhalten - aber Neil konnte einfach nicht anders. Der Arzt war verblüfft,
das sein Patient überhaupt in der Lage war, aufzustehen, gab aber sein
Okay. Offensichtlich war dies die beste Form der Rehabilitation - solange
Neil die Sache langsam und behutsam anging. „Ich verbrachte einige
Monate zu Hause und war ein unausstehlicher, alter Jammerlappen“,
erinnert er sich. „Mir war allerdings völlig bewusst, was für ein
Riesenglück ich hatte, dass ich überhaupt noch laufen konnte.“ Während sich Neil langsam wieder erholte, war die Band dazu gezwungen, sechs Monate frei zu nehmen. Es war die erste richtige Pause seit 1999, als das Album „The Man Who“ die vier Freunde aus Glasgow zu Stars gemacht hatte – zu den Pionieren bewegender Autoren-Pop-Hymnen. Tatsächlich waren sie ausgezehrter und erschöpfter als vermutet. Zudem hatten sie ihren Weg ein wenig aus den Augen verloren; nach dem Erfolg von „The Man Who“ waren sie schnurstracks ins Studio zurückgekehrt um „The Invisible Band“ aufzunehmen. Keine Frage: Es ist nach wie vor ein tolles Album – aber der Band ist heute klar, dass sie sich dabei selbst nicht genug forderte.
„Im
Jahr 2001, so um die Zeit von ‚The Invisible Band‘, entstanden kleine
Risse“, erklärt Fran. „Wir hatten nicht erwartet, dass ‚The Man Who‘
so gut laufen würde. Das war eine emotionale Achterbahnfahrt für uns.
Hinzu kommt, dass wir als Schotten sehr zurückhaltend sind, was das
Popstar-Dasein angeht. Es ist ganz einfach in unsere DNA einprogrammiert,
dass wir nicht ordinär oder angeberisch sein können. Aber plötzlich
waren wir nicht mehr diese kleine Band aus Glasgow. Wir mussten also
dringend einen Schritt zurück machen und die Situation neu bewerten. Nach
Neils Unfall wäre es mit Travis um ein Haar zu Ende gewesen – die Band
hätte ohne eines ihrer vier Mitglieder nicht weiter bestanden. Aber wir
bekamen eine weitere Chance.“ Travis trafen sich also Ende vergangenen Jahres wieder, um mit den Arbeiten an ihrem vierten Album „12 Memories“ zu beginnen. Sie errichteten ein provisorisches Studio im Westen Schottlands (Mull), in der Hoffnung, Neil wieder an das Schlagzeugspielen heran zu führen. Morgens krochen sie aus ihren Betten und spielten im Schlafanzug, genossen anschließend das großartige Essen, spazierten danach die Straße rauf zum Pub, der Neils Eltern gehörte, auf ein paar Whiskeys. Die Abende verbachten sie am offenen Feuer, tranken Wein und spielten Scrabble. Nach
zwei Wochen hatten sie bereits neun neue Songs geschrieben. „Es war, als
wenn wir uns wieder neu verliebt hätten“, schmunzelt Dougie. „Mull
war für uns wie ein Sanatorium. Es kam diesmal keinerlei Spannungen oder
Stress auf.“ Nachdem sie bei den beiden Erfolgsalben „The Man Who“ und „The Invisible Band“ mit dem hochgeschätzten Produzenten Nigel Godrich (Radiohead, Beck, Pavement etc.) gearbeitet hatten, entschlossen sich Travis, es diesmal alleine zu versuchen. Sie vereinbarten ganz bewusst, sich keine Sorgen zu machen: Weder um Hitsingles, noch um Coolness – einfach um gar nichts. Fran wollte die „La-la-la“-Songs hinter sich lassen, die er so vortrefflich schreiben kann, um sich vielmehr der Reflexion der Zeiten zu widmen, in denen wir leben. „In der Vergangenheit waren meine Songs, die von Liebe und Sichverabreden handelten, oft von meiner Verlobte Nora inspiriert. Doch heute ist unsere Beziehung sehr solide und ich hatte das Gefühl, ich könnte mich weiter entwickeln. Mit dem 11. September hat etwas völlig Neues begonnen. Ich interessiere mich zwar immer noch nicht für Politik, aber ich erkenne jetzt, wie zerbrechlich die Welt ist.“
Neils
Unfall, die sechsmonatige Pause, der Aufenthalt im Studio in Mull und
Frans Wunsch, die Band weiter voran zu treiben – all das führte zur
Entstehung einer faszinierenden Platte. „12 Memories“ zeigt Travis von
ihrer allerbesten Seite: Sie schreiben großartige Melodien, klingen
entspannt, glücklich, befreit – gehen aber auch auf die Einflüsse
ihrer Umwelt ein. Die
erste Single mit dem Titel „Re-Offender“ ist ein ergreifend schönes
Liebeslied, das davon handelt, in einer gewalttätigen Beziehung gefangen
zu sein „The Beautiful Occupation“, das in einer „Acoustic
Version“ bereits im April auf dem Warchild-Charity-Album „Hope“ veröffentlicht
worden war, ist Frans direkte Reaktion auf seine Beteiligung an den
Anti-Kriegs-Demonstrationen in London und Glasgow (“I’m wasting my
time/Half a million civilians gonna die today/Don’t just stand there
watching it happening”). Travis
machten sechs Monate Pause und spielten fast ein Jahr lang kein einziges
Konzert. Dougie verlobte sich mit der Schaupielerin Kelly MacDonald („Trainspotting“,
„Gosford Park“ etc.). Andy heiratete seine Freundin Jo. Fran wurde 29.
In seiner Auszeit dachte er viel über das Leben nach. Er führte quasi
einen „emotionalen Frühjahrputz durch“. Er verbrachte viel Zeit mit
Nora, las Bücher über Philosophie und ließ sich die Haare wachsen. Er
war sehr stolz auf seinen „Hoxon Fin“-Schnitt – als aber David
Beckham sich die Frisur eine Woche nach einem zufälligen Treffen auf dem
Parkplatz von „Toys R Us“ zu eigen machte, wurde Fran klar, dass es an
der Zeit war, einen neuen Schritt zu tun. Nachdem
sie es beinahe überhaupt nicht gemacht hätte, muss die Band nun zugeben,
dass „12 Memories“ ihr bislang bestes Album ist. Oder wie Dougie es
ausdrückt: „It just feels like us.“ Das letzte Wort soll aber Fran gehören: „Leute, die versuchen, cool zu sein, sind anmaßend – und ich hasse jede Form von Anmaßung. Travis stehen für Bescheidenheit und Ehrlichkeit. Für uns ist die Wahrheit die Grundlage von allem. Die Wahrheit ist die mächtigste Sache auf der Welt.“
Offz. Homepage: www.travisonline.de |
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VÖ: 13.10.03 TRAVIS – RE-OFFENDER (Video) MODEM / ISDN / DSL Der Film zum Album! MODEM / ISDN / DSL
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Travis
haben allen Grund zu feiern. Im Jahre 1996 signte das Label
Independiente die junge Glasgower Band aufgrund einiger starker Demos
und einer in kleiner Auflage beim Band-eigenen Label „Red Telephone“
erschienenen Single. Acht Jahre später können Travis auf vier UK Top
Ten Alben (inklusive zwei Nummer-Eins-Alben), fünfzehn Top 40 Hits,
drei Brit Awards, einen Ivor Novello Award und Headliner-Auftritte bei
den Mega-Festivals Glastonbury,
Reading, T In The Park und V zurückblicken.
Sie begeisterten Kritiker und meisterten eine schwere Bandkrise in der
Folge des beinahe tödlichen Unfalls ihres Drummers Neil Primrose. In
ihrer Karriere verkaufte die Band mehr als vier Millionen Alben in
England und insgesamt acht Millionen Einheiten weltweit. Höchste Zeit
also, mit „Travis: Singles“ erstmals eine Zusammenstellung aller
bisherigen Singles zu veröffentlichen. „Travis:
Singles“ bedeutet für eine der beliebtesten britischen Bands
gleichsam Abschluss einer Ära und Beginn einer neuen. Auf ihrer
bisherigen Reise hat das Quartett nie die Bodenhaftung - sprich: den
Kontakt zu ihren Fans - verloren. Von der Veröffentlichung ihrer Debütsingle
„All I Want To Do Is Rock“ über die Top Ten Hits „Why Does It
Always Rain On Me?“, „Coming Around“ und „Sing“ bis zu „Re-Offender“
hat sich Band immer wieder auf ihr Publikum eingelassen und wird
folgerichtig in der Heimat
als „Everyman’s band“ verehrt. Das
Album enthält als neuen Song das kürzlich entstandene „Walking In
The Sun“, eine erfrischende, melodiöse Popnummer, wie sie nur von
Travis stammen kann. Das Stück wurde produziert und gemixt von den
langjährigen Weggefährten Mike Hedges und Nigel Godrich und erscheint
(in Deutschland) gleichzeitig zum Album und zur DVD am 1. November. Darüber
hinaus enthält das Album einen weiteren bislang unveröffentlichten
Track: „The Distance"
wurde ursprünglich von
Travis-Bassist Dougie Payne für „12 Memories“ geschrieben und
aufgenommen. Auch die Vocals stammen von Payne. Derzeit befinden sich Travis im Studio, wo sie an ihrem fünften Album, dem Follow-Up zu „12 Memories“ arbeiten. Die Veröffentlichung ist für kommendes Jahr geplant. |
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VÖ: 1.11.04 Travis - Singles [Windows Media Video] (5 Videos!) Travis - Singles EPK [Windows Media Video]
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